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Altbau-Elektrik erneuern – wann muss die komplette Installation raus?

Die Elektroinstallation in älteren Häusern ist oft ein Sicherheitsrisiko. Wir erklären, wann eine komplette Erneuerung nötig ist, welche Gefahren drohen und wie Sie vorgehen sollten.

Elektriker arbeitet an altem Verteilerkasten während Kompletter neuerung einer Altbau-Elektrik

Warum Altbau-Elektrik ein Sicherheitsrisiko darstellt

Viele Altbauten aus den 1950er bis 1980er Jahren verfügen über Elektroinstallationen, die nicht mehr den heutigen Standards entsprechen. Als Fachbetrieb für Elektroinstallationen erleben wir regelmäßig, wie problematisch veraltete Stromleitungen, alte Schmelzsicherungen und fehlerhafte Schutzvorrichtungen sind. Die damalige Elektrotechnik war auf deutlich niedrigere Stromlasten ausgelegt – heute nutzen wir aber Wärmepumpen, Klimageräte, Wallboxen und zahlreiche elektronische Geräte gleichzeitig.

Kupferkabel mit Gummisolation, unzureichende Erdungsysteme und das Fehlen von Fehlerstromschutzschaltern (auch FI-Schutzschaltern genannt) sind typische Probleme alter Anlagen. Diese Situation kann zu Bränden, Stromschlägen und Überlastungsschäden führen. Ein E-Check vor dem Hauskauf offenbart oft erschreckende Defizite.

Klare Indikationen für eine Komplett-Erneuerung

Nicht immer muss die gesamte Installation raus – aber in vielen Altbauten ist es unvermeidlich. Wir als Fachbetrieb prüfen systematisch, ob eine Teilsanierung ausreicht oder eine komplette Erneuerung erforderlich ist.

Folgende Merkmale sprechen definitiv für eine Komplettumgestaltung:

  • Schmelzsicherungen statt moderner Leitungsschutzschalter – besonders wenn häufige Auslösungen vorkommen
  • Veraltete Leitungsdämmung (Gummi, Papier, Textil) statt moderner Kunststoffisolation
  • Kein Schutz durch FI-Schutzschalter oder nur teilweise vorhanden
  • Sichtbare Beschädigungen, Verschmorungen oder Brandflecken an Leitungen
  • Nur zwei Leiter statt moderner Fünf-Leiter-Systeme
  • Verbot durch den Netzbetreiber oder Versicherungsunternehmen
  • Funktionale Unzulänglichkeit: zu wenige Stromkreise, zu niedrige Leistung für moderne Verbraucher
  • Korrosion oder Feuchtigkeitsschäden in den Verteilerkästen

Besonders in Altbauten in Stadtteilen wie Charlottenburg, Friedrichshain oder Schwabing treffen wir regelmäßig auf solche Zustände. Eine komplette Sanierung ist dann nicht optional, sondern notwendig.

Die Erneuerung Schritt für Schritt

Wenn wir als Fachbetrieb eine Komplettentkernung durchführen, arbeiten wir systematisch vor. Zunächst erfolgt eine detaillierte Ist-Analyse mit Bestandsaufnahme aller vorhandenen Stromkreise, Lasten und Mängel. Danach erstellen wir ein modernes Konzept gemäß VDE-Normen und DIN-Bestimmungen.

Der Austausch beginnt typischerweise mit dem Verteilerkasten (Hauptschalter und Leitungsschutzschalter werden erneuert). Parallel dazu werden alte Stromleitungen durch moderne NYM-Kabel oder – bei Leerrohren – durch flexible Varianten ersetzt. Ein wichtiger Schritt ist das Nachrüsten von FI-Schutzschaltern in allen kritischen Bereichen – besonders in Küche, Bad und Außenbereichen.

Ein häufig unterschätzter Punkt: die Installation eines modernen Sicherungskastens mit ausreichend Platz für zukünftige Erweiterungen. Viele Hausbesitzer planen 20 oder 30 Jahre voraus und möchten später noch eine Wallbox oder eine Wärmepumpe anschließen – das muss bereits im Konzept berücksichtigt werden.

Kosten und Fördermöglichkeiten

Eine Kompletter neuerung kostet je nach Gebäudegröße zwischen 5.000 und 20.000 Euro, manchmal auch mehr. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern liegt oft im Bereich von 8.000 bis 12.000 Euro. Die Kosten hängen ab von:

  • Gebäudegröße und Anzahl der Stromkreise
  • Verkabelungsweg (Unterputz, Oberputz, Leerrohrsystem)
  • Art und Anzahl der Schalter und Steckdosen
  • Notwendigkeit von zusätzlichen Schächten oder Unterverteilern
  • Aufwand für Instandhaltung beschädigter Bereiche

Gute Nachricht: Die KfW und BAFA fördern energetische Sanierungen, zu denen auch eine moderne Elektroinstallation gehört. Besonders wenn Sie parallel eine Wärmepumpe oder eine Wallbox installieren, kommen Sie in Förderkulissen hinein. Sprechen Sie mit unserem Fachbetrieb über Kombinationsmöglichkeiten – oft amortisiert sich die Investition über Energieeinsparungen und verbesserte Sicherheit.

Kann man Teilsanierungen durchführen?

In manchen Fällen ist eine Teilsanierung ausreichend. Wenn die Grundstruktur stabil ist, die Isolation noch intakt wirkt und das System lediglich veraltete Schutzvorrichtungen hat, können wir gezielt vorgehen. Dann focussieren wir auf:

  • Austausch des Verteilers durch ein modernes System mit Leitungsschutzschaltern und FI-Schutzschaltern
  • Nachrüstung von FI-Schutzschaltern in Bad und Küche
  • Austausch besonders beschädigter Leitungsstrecken
  • Modernisierung von Schalt- und Steckdosenelementen

Allerdings: Eine echte „Teil-Sanierung

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